Ulf Wakenius & radio.string.quartet.vienna

LOVE IS REAL

Ulf Wakenius guitar Bernie Mallinger violin Johannes Dickbauer violin Cynthia Liao viola Asja Valcic cello

 

 
 
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Die Liste derer, mit denen der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius gearbeitet hat, liest sich wie ein Jazzlexikon, von Niels-Henning Ørsted Pedersen und Randy Brecker bis zu Herbie Hancock, Steve Coleman oder Milt Jackson. In den vergangenen zehn Jahren war er außerdem der „vierte Mann“ des Oscar Peterson Quartetts.
Sein Spiel blieb fast immer melodisch geprägt, war er doch in seiner Jugend vorallem von Blues- und Rock’n’Roll-Gitarristen beeinflusst: Eric Clapton, Jack Bruce oder Johnny Winter hießen seine Helden. Bis er John McLaughlin und dasMahavishnu Orchestra hörte: „Diese Gitarre, die an Coltranes Saxophonlinien erinnerte, total rhapsodisch. Wahnsinn!“ So kam er zum Jazz.


Bei der Betrachtung von Wakenius’ neuem Projekt „Love Is Real“ kommt man unweigerlich auf seine Jarrett-Einspielungen „Notes From The Heart“ aus dem Jahre 2005 zurück. Wieder widmet sich Wakenius einem Pianisten; und wieder ist es ein Melodiker ganz eigener Prägung: sein Landsmann Esbjörn Svensson. Doch hat Wakenius diesmal eine völlig andere Interpretationsmethode gewählt als bei Jarrett: Diesmal verdichtet er nicht, er fächert Svenssons kompakten Sound nach allen Regeln der Kunst auf.

Die enormen Ausdrucksmöglichkeiten der diversen Gitarrensaiten reichten Wakenius aber immer noch nicht aus: Klassische Streichinstrumente kontrastieren und erweitern auf fünf Titeln die Melodie führende Gitarre, dies allerdings auf alles andere als klassische Weise.

 

Dafür bürgt schon der Name: Das radio.string.quartet.vienna gehört mit seinem auf dem Album „celebrating the mahavishnu orchestra“ kultivierten völlig neuartigen Quartettklang zu den Shooting Stars 2007.

 

Auf „Love Is Real“ liefern sie einen spannenden Kontrast zu Wakenius’ sparsamen Linien. Mal machen sie mit rhythmischer Schärfe aus „Dodge the Dodo“ eine Uptempo-Nummer, mal fangen bei „Tuesday Wonderland“ scharfe, raue und schräge Bögen Svenssons irrlichternde, düstereSeite ein. Ein Arrangement für die Streicher steuerte übrigens Svensson selbst bei. Der gemeinsamen Vorliebe für die Musik John Mc Laughlin’s Mahavishnu Orchestra
wird ein weiterer Teil des Programmes gewidmet sein.